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Dächer bieten Schutz. Dächer bieten Sicherheit.
Sie sollen Witterungseinflüsse abhalten, Straßen- und Fluglärm abschirmen und Wärme im Haus
halten. Aber sie bieten auch eine Vielzahl von Formen und Konstruktionsarten, mit denen man die höchste Stelle des Hauses technisch auf höchstem Stand bedecken kann. Im europäischen Haus
kann das ganz unterschiedlich aussehen - muss das Dach doch in den verschiedenen Klimazonen unterschiedlichen Anforderungen genügen. So hat es in Zonen hohen Niederschlags schon früh
schräg geneigte Dächer gegeben, damit Regen oder Schnee problemlos abfließen kann. Auch die Wahl der Dachmaterialien orientierte sich an dem, was man vor Ort zur Verfügung hatte: So werden
an vielen Orten der Erde noch heute Dächer aus Stroh, Schilf, Holz, Stein oder Metall verwendet. Durch die Entwicklung moderner Abdichtungsmaterialien und Methoden kam Anfang des
20. Jahrhunderts vor allem in der Bauhaus-Architektur das Flachdach in Mode. Jetzt war es möglich, auch leicht oder gar nicht geneigte Dächer gegen Wind und Wetter zu schützen.
Ist Ihr Haus noch ganz dicht? Wie dicht ist eigentlich dicht? Für den Dachdecker ist es der Zustand, in dem ein Dach 100%ig gegen Wind und Wasser
geschützt ist. Auch leiden die Dachpfannen unter den Einflüssen des Wetters und der Umwelt. Feuchtigkeit, saurer Regen, Schnee und Sonne greifen die Substanz der Dachpfanne an, ihre
Oberfläche verwittert, Moos-, Algen-, und Flechten- bewuchs beschleunigen den Altersprozess des gesamten Daches. Ist das erst einmal geschehen, steht eine Sanierung an. Vorab wird sich der
Dachdecker über die Dachneigung, die bereits verwendeten Materialien, die Nutzung des Dachgeschosses und die allgemeine Lage des Hauses informieren.
Dann geht's ans Werk.
Doch Dach ist nicht einfach nur Dach. Zum Sanierungsprojekt gehört nämlich alles, was auf der Dachfläche vorhanden ist - zum Beispiel Schornsteine, Lüftungsrohre, Gauben, Dachfenster, alle
Fugen und Dachabschlüsse. Wenn Ihr Dach pfeift, sollte es bei Ihnen klingeln. Eine warme und dichte Dachwohnung ist im Winter ein absolutes Muss.
Was aber, wenn der Zahn der Zeit an der Konstruktion und den Dichtungen genagt hat? Dann steht eine Sanierung an - und entweder vom Raum aus oder von außen an der Dachabdeckung. Bei der
ersten Variante schreckt die Konsequenz: Die Dachräume sind während der Sanierungszeit unbewohnbar weil sämtliche Verkleidungen und Verschalungen des Daches entfernt werden
müssen. Besser ist dann schon eine Sanierung von außen, bei der das Dach relativ unproblematisch mit einer Unterspannbahn versehen wird. Diese Folien dienen auch dazu, das Dach und die darunter
liegenden Räumen wieder gegen Wind zu schützen. Dabei geht man Abschnitt für Abschnitt vor: Erst wird ein Abschnitt abgedeckt, dann mit einer
Unterspannbahn versehen und danach wieder gedeckt. Der Vorteil: Die Dachziegel müssen nicht komplett abgenommen werden und man kann die Sanierung in Phasen durchführen.
Aber: Eine Dachsanierung können nur wirklich versierte Hobbyhandwerker durchführen, Dachdecker haben selbstverständlich Dachverbände, die Ihnen aber zwar auch einen Fachmann in Ihrer oder
Nähe empfehlen können. Zuständig sind die örtlichen Dachdecker-lnnungen, deren Rufnummern Sie im Telefonbuch finden. Wenn Sie es dennoch selbst erledigen möchten, hier ein kleiner
Programmablauf: zunächst bitte in jedem Fall einen Sicherheitsgurt anlegen. Die Sanierung beginnt man, indem die Ziegel in einer Breite von ca. 2 Metern von oben bis unten abgedeckt werden.
Danach die Folien von oben nach unten glatt ausrollen und an den Sparren festtackern. Jeder obere Folienrand sollte mit der oberen Kante der Ziegellatte abschließen. Dort antackern. Die oberen
Bahnen müssen die unteren Bahnen überlappen. Zur vollständigen Befestigung der Folie zum Schluss spezielle Kunststoff-Profile auf den Latten fest anklemmen. Sanieren Sie Ihre Steuer gleich
mit. Wer als Grundeigentümer seine Immobilie selbst nutzt und sein Dach aufgrund gesundheitsschädigender Baumaterialien wie Asbest sanieren muss, kann das Projekt als
außergewöhnliche Belastung geltend machen und die Kosten von der Steuer absetzen. Wie immer im Leben ist dies allerdings an Voraussetzungen gebunden: Zum einen brauchen Sie ein Attest,
dass eine bereits eingetretene oder absehbare Gesundheitsschädigung bescheinigt. Zum anderen muss auch eine amtlich anerkannte technische Stelle die Beeinträchtigungen nachweisen.
Ohne Moos viel los.
Wenn sich Moos, Algen oder Flechten auf dem Dach absetzen, verzagen Sie nicht. Eine Dachreinigung mit Auftragung einer Schutzschicht ist gar nicht so kompliziert. Zunächst wird das
Dach umweltschonend mit einer Wasserfräse im Hochdruckverfahren ohne chemische Zusätze gründlich gereinigt. Das gereinigte Dach wird nun auf Schäden überprüft und gegebenenfalls
repariert. Notwendige Abdeckungsarbeiten zum Schutz von Dachflächenfenstern, Verschieferungen, Fassaden etc. werden durchgeführt. Nach den Vorarbeiten wird auf die Dachpfannen eine
Vorbeschichtung und nach deren Trocknung eine Spezialbeschichtung aufgetragen. Hierbei handelt es sich um eine elastische, lösungsmittelfreie, Wasserdampfdurchlässige Acrylat-Dispersion. Eine
solche Beschichtung gibt es in unterschiedlichen Dachfarben, eine Farbanpassung von Fensterrahmen, Schornsteinköpfen und Gaubenverkleidungen an die neue Beschichtung ist
problemlos möglich. Über Materialien können Sie sich in jedem Baumarkt informieren. Auch eine Sanierung von Flachdächern ist möglich. So kann eine flüssige Beschichtung mit Gummischieber,
Rolle oder Spritzgerät auf das Flachdach aufgetragen werden, diese bildet nach Aushärtung eine UV- beständige, flexible und wasserundurchlässige Dachhaut von ca. 1 bis 2 mm Dicke.
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