|
Sternstunde für die Solarenergie
Sonne ist Leben. Wenn die Sonne scheint, freuen sich die Menschen. Weil aber die Technologien
immer besser werden, freut sich in Zukunft auch die Umwelt. Denn durch die Umwandlung von Sonnenlicht in elektrischen Strom - die so genannte Photovoltaik - kann unsere Natur mehr und
mehr geschont werden, Denn Sonnenenergie zu nutzen, ist nicht nur in südlichen Ländern sinnvoll, sondern zum Beispiel auch bei uns in Deutschland.
Hier ein paar Fakten:
Die mittlere jährliche Sonneneinstrahlung pro Quadratmeter liegt in der Bundesrepublik bei rund 1.000 Kilowattstunden (kWh) pro Jahr. Das heißt, mit nur drei Quadratmetern könnte
theoretisch so viel Sonnenenergie gespeichert werden, wie ein durchschnittlicher deutscher Haushalt jährlich verbraucht, 3,000 kWh. Die heute vorhandenen photovoltaischen Systeme
können etwa 10 bis 15% dieser einstrahlenden Sonnenenergie in elektrischen Strom umwandeln.
Fazit: Eine 20 - 30 Quadratmeter große Photovoltaik-Anlage würde ausreichen, um den Großteil des Strombedarfs zu decken.
Wie man mit Solarstrom haushalten kann.
Wie groß eine Solarstrom-Anlage im Einzelfall sein muss, hängt vor allem vom Verbrauch des jeweiligen Haushaltes ab. Um zum Beispiel die etwa 3,000 kWh Stromverbrauch eines
Durchschnittshaushalts zu decken, würde eine Anlage mit einer Leistung von 3 bis 3,75 kWp (Kilowatt/peak = Leistung bei maximaler Sonneneinstrahlung) ausreichen. Platzbedarf: eine
Dachfläche von ca. 30 bis 35 m². Wurden im Vorfeld alle Möglichkeiten zur Stromeinsparung genutzt, ist auch eine 2-kWp- Anlage mit ca. 20 - 25 m² Platzbedarf ausreichend.
Solarstrom um jeden Preis?
Das Image des Solarstroms könnte nicht besser sein. Die Technologie ist marktreif und zuverlässig und die Akzeptanz ist hoch. Einziges Problem derzeit: der Preis. Eine 1-kW-Anlage für rund
900 kWh pro Jahr kostet inklusive Montage derzeit rund 10.000 EUR, eine 2-kw Anlage rund 17.000 EUR. Doch mehrere Studien belegen, dass im Falle einer Großserienfertigung eine
Preisreduzierung um über 50% möglich ist.
Der Solarmarkt. In Deutschland lag der Stromverbrauch im Jahre 1994 bei 450 Terawattstunden (TWh). Nach einer
Studie der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie ließen sich in der Bundesrepublik bis zu 302 TWh Strom aus Solarmodulen gewinnen - zurzeit werden weniger als 0,01% dieses Potenzials
genutzt. Aber: Verstärkte Investitionen in effizientere Fertigungsverfahren werden die Serienproduktion ankurbeln - und damit die Photovoltaik bezahlbar und nutzbar für alle machen.
Die Photovoltaik.
Durch sie kann Sonnenlicht direkt in elektrischen Strom umgewandelt werden - und zwar infolge einer Wechselwirkung zwischen einstrahlendem Sonnenlicht und dem Basismaterial der Solarzelle.
Dabei kommt es zur Freisetzung von elektrischen Ladungsträgern, die mittels metallischer Kontakte abgeführt werden. Der so erzeugte Gleichstrom lässt sich durch einen nachgeschalteten
Wechselrichter in netztauglichen Wechselstrom umwandeln. Wichtigstes Element eines photovoltaischen Generators ist die Solar- oder Photovoltaikzelle. Mehrere Solarzellen werden zu
einer elektrischen Einheit zusammengefasst, dem so genannten Solarmodul.
|