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Eine geschickte Planung schont den Geldbeutel.

Wie Sie beim Grundriss schon sparen können.
Der Traum vom eigenen Haus ist immer ein kostspieliger Traum. Vor allem in Deutschland
schließlich gibt es kaum ein Land, in dem Grundstückspreise, Baukosten und Wohnstandards
so hoch sind wie bei uns. Deshalb sind deutsche Bauherren übrigens auch wesentlich älter als
die Häuslebauer unserer Nachbarn. Doch mit cleverer Planung lässt sich auch hier eine Menge
Geld sparen. Das erfordert zwar oft eine Bereitschaft zum Umdenken und eine intensive Betreuung
des Projektes - aber es zahlt sich aus.

Ein guter Grund zum Sparen: Das Grundstück.
Grundstücke sind teuer. Doch auch hier gibt es Sparansätze. Zum Beispiel durch den Kauf eines
extrem schmalen Baulands. Wichtig ist dann die Kreativität des Architekten, denn Gebäude auf
solch unkonventionellen Grundstücken brauchen unkonventionelle Ideen. Gut möglich, dass dabei
ein wirklich ungewöhnliches Haus entsteht.

Wer richtig plant, baut vor.
Ganz wichtig ist, dass man sich auf seine Partner verlassen kann. Egal, ob es sich dabei um den
Architekten oder den Bauunternehmer handelt. Optimal ist es sicher, sich von Freunden oder
Verwandten kompetente Partner empfehlen zu lassen, die ihr Können bereits unter Beweis gestellt
haben. Ist der Architekt entsprechend instruiert und ist ihm der Etat bekannt, kann er das Projekt
schon frühzeitig in kostengünstige Bahnen lenken - ob beim Entwurf, der Auswahl des Materials
oder dem eigentlichen Bau. Kommunizieren Sie regelmäßig - das hilft, Missverständnisse zu
vermeiden und Kosten zu dämpfen.

Wie groß ist groß?
Wer groß bauen will, braucht ein großes Portmonee. Erst die Entscheidung für ein Einzel-,
Doppel- oder Reihenhaus gibt Auskunft über die tatsächlich entstehenden Baukosten. Am
teuersten ist sicher das frei stehende Einzelhaus. Es braucht den meisten Grund, der
Materialaufwand ist groß und die laufenden Kosten können nicht mit anderen geteilt werden.
Günstiger ist schon ein Doppelhaus, noch günstiger kommt man bei einem Reihenhaus weg,
Natürlich ist aber der individuelle Raumbedarf entscheidend. Doch auch hier - bei der Planung
des Grundrisses - kann man hohen Kosten einen Strich durch die Rechnung machen. Was
nützen Ihnen zusätzliche Räume, die selten genutzt werden, zum Beispiel ein Gästezimmer,
das nur zweimal im Jahr von Gästen genutzt wird. Unser Tipp: Analysieren Sie Ihren Alltag und
versuchen Sie, gemeinsam mit dem Architekten die optimale, individuelle Lösung zu finden. Was
ist Ihnen zum Beispiel wichtiger, ein großes Bad oder zwei getrennte Bäder? Oder eine einzelne
Toilette? Auch offene Wohnräume können Geld sparen und wirken zudem besonders großzügig.
Durch Raumteiler können verschiedene Bereiche geschaffen werden. Man ist flexibel in der Nutzung
und kann Räumen nach eigenen Ideen immer wieder neue Bedeutungen geben. Von innen noch
einmal kurz nach außen: Auch eine kompakte Hausform ist überaus wirtschaftlich. Denn wer mit
Erker, Balkon oder Dachflächenfenster baut, baut vor allem eines: sein Geld ab.

Der Stoff, aus dem die Träume sind.
Baustoffe und Materialien sind Aspekte die die Kosten stark beeinflussen. Deshalb lohnt es sich,
verschiedene Materialien und Konstruktionsarten zu vergleichen. Günstig sind zum Beispiel
Holzwände, die dünner als Mauern sind. Oder Stützen, die viel weniger Raum verbrauchen als
Wände. Auch Fertig-Wandelemente sind kostengünstig, weil sie die Bauzeit verkürzen. Und dann
die Frage ans Gewissen: brauchen Sie wirklich einen Keller? Wenn nicht, können Sie nämlich
erheblich sparen. Als Platzausgleich bietet sich ein Speicher im Dachboden, ein dem Haus
angeschlossener Hauswirtschaftsraum oder ein Gartenschuppen an. Auch der Ausbau des Hauses
bietet finanziellen Spielraum. Allerdings sollten Sie im Sinne der Langfristigkeit nicht an Qualität
sparen. Fest verlegte Materialien wie Bodenbeläge und Fliesen sollten eine lange Lebensdauer
haben. Sonderwünsche wie zum Beispiel ein offener Kamin lassen das Geld sprichwörtlich durch
den Kamin abziehen. Für Hobbyhandwerker sollten Malerarbeiten und das Verlegen von
Bodenbelägen kein großes Problem sein. Informationen gibt es in nahezu jedem Baumarkt.

Heute schon an morgen denken.
Wer baut, sollte vorbauen. Denn Lebensumstände können sich schneller ändern, als man denkt.
Plötzlich kommen Kinder hinzu. Oder ein älteres Familienmitglied. Oder der Bauherr selbst hat
im Alter neue Bedürfnisse. Die Lösung: von Beginn an klar strukturieren, um flexibel zu bleiben
und somit große Umbauten zu verhindern, zum Beispiel durch geschickt geschnittene Räume,
die unterschiedliche Nutzungen zulassen. Vielleicht wird das Haus ja auch später zu groß und die
Abtrennung einer Einliegerwohnung macht plötzlich Sinn. Kein Problem, wenn man dies rechtzeitig
mit einplant.
 

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